Freitag, 15. Mai 2026
Samstag, 25. April 2026
Erster Einsatz 2026
Endlich: am Samstag, den 25. April, fand der erste Arbeitseinsatz der Schauenburg-AG 2026 unter strahlend blauem Himmel und erschwerten Bedingungen statt. Durch den Neubau des Wasserrückhaltebeckens an der Stelle der mittelalterlichen "Keltermauer" ist der Burgweg für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Weder Getränke noch schwere Arbeitsmaterialien (Sand, Wasser, Zement) können derzeit durch das Kalkofental auf die Burg gefahren werden. Wir hoffen, dass der Transport über Schriesheim möglich, denn in diesem Jahr gilt es, u.a. einen Ausbruch unter der Umfassungsmauer neu zu unterfangen.
Das folgende Foto zeigt die ersten drei "Schauenburger" auf der Burg. Der allererste war natürlich Albert - rechts im Bild.
Die folgenden Fotos zeigen den Ausbruch unter der Umfassungsmauer, der neu untermauert werden muss. Bereits in den 1930er Jahren wurde an dieser Stelle die Mauer neu aufgemauert, scheinbar jedoch ohne das Fundament sauber frei zu legen und dem exakten Verlauf zu folgen. Wie auf den Fotos erkennbar (weiße Pfeile), liegt das mittelalterliche Fundament etwas "tiefer" und wird von der Neuaufmauerung "überlappt". Teilweise scheint die Außenschale des Fundaments völlig abgegangen zu sein.
Nächste Einsätze:
Samstag, 9. Mai 26, ab 9.00 Uhr
Samstag, 16. Mai 26, ab 9.00 Uhr
Neueinsteiger herzlich willkommen!
Einfach kommen und mitanpacken!
Sonntag, 27. Juli 2025
Zweites Gegenstück gefunden
Nachdem beim letzten Arbeitseinsatz der Schauenburger die Fortsetzung der Kalkofenmauer linkerhand des Forstweges (von unten kommend) am Hang des Öbergs nachgewiesen werden konnte, fand Andreas bei seinem letzten außerplanmäßigen Einsatz noch die Fortsetzung der Mauer rechts des Mantelbachs am Sporenberg. Dieser Fund überrascht, da sich der an dieser Stelle in Beton gefasste Bach über die Jahrhunderte scheinbar tief in das Kalkofental gegraben hatte, weshalb nicht wirklich mit Fundamentresten zu rechnen war. Aber sie sind vorhanden - wenngleich in schlechtem Zustand und nur in ein bis zwei Steinlagen. Ob und wie weit sich die Mauer den Sporenberg aufwärts verfolgen lässt, ist genauso fraglich wie der weitere Verlauf des gegenüberliegenden Mauernsatzes am Hang des Ölbergs. Wir hoffen, es gelingt uns, Licht ins Dunkel zu bringen - und beide Maueransätze durch Aufmauerung sichtbar für kommende Generationen erhalten zu dürfen.
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| Blick mit der Drohne auf den rot markierten Gesamtverlauf der Mauer (soweit freigelegt) mit den nachgewiesenen Fortsetzungen links des Forstweges und rechts des Mantelbaches. |
Sonntag, 20. Juli 2025
Samstag, 19. Juli 2025
Aus dem Archiv von Andreas
Die Mauer im Kalkofental wäre bei Weitem nicht so freigelegt, wenn nicht Andreas bei jeder Gelegenheit Sonderschichten fahren würde. Dabei erweist es sich von großem Vorteil, dass er über eine Drohne verfügt und ein sehr guter Fotograf ist. Nachstehend ein paar Eindrücke von der Mauer und einigen Funden.
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| Der Rest der Bodenplatte rechts oben zeigt das klassische Eichenblattmuster, das auch die Bodenplatten ziert, die auf der Schauenburg gefunden wurden. |
Arbeitseinsatz am 19. Juli 2025: Mauerfortsetzung gefunden
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| Auch Philipp widmete sich einem "Schnitt". |
Sonntag, 18. Mai 2025
Nachtrag: Ein wichtiges Indiz
Dass die "Keltermauer" zum herrschaftlichen Kelterhaus der Schauenburger gehörte, lässt sich von der Bezeichnung "Keltermauer" ableiten. Dass sie davor die Kalkofen beschützen sollte, die für den Bau der nahen Schauenburg benötigt wurden, lässt sich von ihrer Lage im so genannten "Kalkofental" ableiten. Das Problem bei diesen Ableitungen ist nur, dass die Begriffe erst in der Neuzeit greifbar sind und niemand weiß, woher sie stammen. Sie könnten also auch nur widerspiegeln, was sich irgendjemand irgendwann gedacht hat - und in die Irre führen. Muss aber nicht sein.
Beim letzten Arbeitseinsatz (siehe Blogeintrag unten) ist die Häufung von Kieselsteinen im Bereich der "Keltermauer" aufgefallen. Diese Steine wachsen nicht am Ölberg, sondern müssen von der Rheinebene hierher transportiert worden sein. Aber warum? Schauenburger Philipp Zschommler hatte einen Verdacht, den er bei der Recherche bestätigt fand: Beim Kalkbrennen dienten früher Flusskiesel als Rohstoff für die Kalkgewinnung. Das Sammeln war mühsam, schlecht bezahlt und galt als Frauenarbeit. Chemische Vorgänge beim Brennen und Löschen sorgten für die Gewinnung des für den Kalkmörtel benötigten Kalks. Kalkmörtel aus Branntkalk und Sand war das im Mittelalter übliche Bindemittel beim Bau von Gebäuden - und Burgen wie die Schauenburg.
Die Häufung von Flusskieseln im Bereich der Keltermauer ist zwar kein Beweis, aber doch ein Indiz, dass die Bezeichnung "Kalkofental" nicht von ungefähr kommt. Vielleicht sind die Kiesel die letzten stummen Zeugen der aufwendigen Kalkgewinnung.
Samstag, 17. Mai 2025
Arbeitseinsatz am 17. Mai 2025
Die Freilegung der Keltermauer im Kalkofental wurde fortgesetzt (siehe Fotos). Auf der Schauenburg wurde die Umfassungsmauer an der Außenseite über dem Felsen gegenüber der Waldhütte / Bauhütte weiter von Schutt und Geröll befreit (nicht dokumentiert).
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| Die Schauenburger bei der Mittagspause (mit Döner, Pizza & Rippchen) |
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| Keltermauer - oberer Bereich |
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| Keltermauer - mittlerer Bereich |
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| Keltermauer - mittlerer und unterer Bereich |
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| Blick auf das Regenrückhaltebecken. Im Vordergrund zu sehen: ein verstürztes Mauerstück der Keltermauer (siehe auch nächstes Foto) |
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| Versturzbrocken der Keltermauer |
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| Fundstücke verschiedenen Alters |
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| Wo kommen die Kieselsteine her? (auffallende Häufung im Bereich der Keltermauer) |














































