Sonntag, 22. August 2021

Zusatzeinsatz am 21. August 2021

Um im Bauabschnitt A vorwärts zu kommen, wurde mit Rücksicht auf den engen Terminplan des Maurers ein Zusatz-termin anberaumt, zu dem sich die Schauen-burger nicht lange bitten ließen. 

Vorab hatte Marian, der gefühlt jeden Tag auf der Burg verbringt, die hangseitige Kante der hinteren Mauer im Bauabschnitt A freigelegt. Dabei bestätigte sich, was bereits die Baufuge in der Ecke erahnen ließ: Die beiden Mauern wurden nicht zeitgleich als Teil eines Gebäudes errichtet, sondern sind zeitversetzt entstanden. An die von der Steinbruchkante aus nach oben ziehende Mauer wurde später die (in etwa) parallel zur Steinbruchkante verlaufende Mauer stumpf angesetzt. In wieweit sich die ältere Mauer noch weiter den Hang aufwärts zog (siehe Fragezeichen), kann derzeit nicht gesagt werden. Dass sie weiter verlief, legen die Fundamentreste nahe (siehe nachfolgendes Foto).

Das Foto links zeigt die ältere Mauer mit der stumpf daran ansetzenden jüngeren Mauer. Der Fundament-bereich, der deutlich eine Verläng-erung "nach links" erkennen lässt, zeigt den original Erhaltungszustand nach der jüngsten Freilegung. Die oberen Steinlagen wurden wenige Wochen zuvor aufgemauert.

Gesamtansicht der freigelegten jüngeren Mauer am Samstag-morgen. Vor Beginn der Sicherung mussten  talseitig mehrere Steinlagen abgetragen werden. Der mittelalterliche Mörtel hatte sich hier völlig zersetzt. Die Steine lagen nur noch aufeinander, während im Inneren Hohlräume klafften.

Das Foto links zeigt den Arbeitsfortschritt am Vormittag, das Foto unten die Mauer am Nachmittag.





Die Fotos oben, links und unten zeigen die Mauer nach Abschluss der Arbeiten an diesem Samstag.



Foto links: Albert sorgt für den Durch- und Ausblick vom Vorplatz der Ruine.












Nicht fotografisch dokumentiert sind die Arbeiten im Graben. Aber auch da wurde kräftig gearbeitet und ausgeräumt.

Samstag, 21. August 2021

Arbeitseinsatz am 14. August

Der Sommer hat zugeschlagen. Bei hoher Hitze hieß das für die Schauenburger schon nach dem Mittagesse "Feierabend!". Gearbeitet (und kräftig geschwitzt) wurde dennoch, wie die Fotos von Eugen dokumentieren.

Ludwig arbeitet an der "Verengung" des "Hinterausgangs", der durch eine Bresche in der Umfassungsmauer auf den Vorplatz mit Aussichtsterrasse führt. Im Mittelalter war hier kein Durchgang - und wo heute der Vorplatz aufgeschüttet ist, zog sich der Graben um die Burg.

Das "Tagwerk" zur Mittagszeit.

Auch der Graben bot gegen Mittag keinen Schutz mehr vor der Sonne. Hier wurde weiter Erde ausgeräumt, die in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten den Graben verflachte.


Auch "schweres Gerät" zum Abtransport von Erde und Steinen kam zum Einsatz.


Die Ausbeute an Steinen. Allerdings müssen die vom Vorplatz jetzt erst noch in die Burg gebracht werden.

Sonntag, 1. August 2021

Arbeitseinsatz am 31. Juli 2021

An diesem Samstag konnten die Sicherungsarbeiten im Bereich A fortgesetzt werden. Die beiden rechtwinklig aneinander stoßenden Mauern werden meist als Reste eines Gebäudes gedeutet. Allerdings deutet die Baunaht in der Ecke darauf hin (rot gepunktet), dass die senkrecht zur Steinbruchkante hin verlaufende Mauer älter ist. Die parallel zur Steinbruchkante verlaufende Mauer stößt unverbunden dagegen.

Aus diesem Grund dürfen beide Mauern auch beim Aufmauern nicht verzahnt werden. Die Baunaht soll auf allen Höhen sichtbar bleiben.


Der Mauerabbruch vor der Steinbruchkante. Der vordere Bereich mit den hellen Fugen wurde vor einigen Wochen gesichert. Neu aufgemauert wurde der hintere Bereich - erkennbar an den dunklen Fugen. 

Foto unten: der neu aufgemauerte Teil mit Blick auf Dossenheim.








Der neu aufgemauerte und z.T. neu verfugte Bereich von "Innen" bzw. "unten" gesehen.
Die Stahlmatten dienen als provisorischer Schutz vor der Steinbruchkante, die gefährlich nah an die Mauer reicht.

Blick von oben auf die neue "Kappe". Höher wird an dieser Stelle nicht mehr gemauert. Als nächstes wird die daran anstoßende Mauer (rechts unten im Bild) gesichert. Allerdings muss zuvor noch deren Hinterkante (hangseitig) frei geräumt werden.









Foto unten: Eine Gottesanbeterin im Burggraben. Aufgenommen von Patrick.


... und hier noch ein paar Fotos von Eugen:


Jeden Samstag eine neue Herausforderung: Die Beschaffung von Steinen - per Hand vom Hang oder mit schwerem Gerät aus dem Graben.
Foto unten: Es gibt bequemere Standflächen für das Aufmauern einer Mauer.

Freitag, 30. Juli 2021

Arbeitseinsatz am 18. Juli 2021

An diesem Samstag standen erneut Erdarbeiten vor allem im Grabenbereich auf dem Programm. Dabei musste einiges an Wurzelwerk beseitigt werden (Foto). Auch die Reste der mutwillig zerstörten Bank wurden beseitigt, was der guten Laune der Schauenburger (siehe Gruppenfoto) aber keinen Abbruch tat.



Montag, 5. Juli 2021

Arbeitseinsatz am 3. Juli 2021

Beim Arbeitseinsatz am vergangenen Samstag war unser „Maurer" leider verhindert und so konnten die begonnenen Sicherungsarbeiten der Vorburg, auf der Südwestseite der Schauenburg, nicht fortgesetzt werden.

Doch ganz ohne Mauern ging es doch nicht war doch unser Mitarbeiter Ludwig Weiser extra aus Wertheim angereist um  die am letzten Einsatz begonnene Reparatur der Schäden am bestehenden Mauerwerk im Bereich des Bergfrieds ( Zisterne ) fortzusetzen und zu beenden.

Leider mussten die  „Schauenburger“ feststellen, was sie schon vorher durch Spaziergänger im Laufe der Woche erfahren hatten, dass am Wochenende vom 19. Bis 21. Juni Vandalen auf der Ruine Schauenburg hausten und eine Bank und ein Stehtisch mutwillig demolierten und damit eine Sitzgelegenheit bis auf weiteres für viele Besucher unbenutzbar machten.

Die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg werden sich bemühen, dass dieser Schaden baldmöglich behoben sein wird und die Besucher die Aussicht auf die Rheinebene wieder von der Bank aus genießen können.

Eugen  Reinhard   



Anmerkung: Der Arbeitseinsatz am 19. Juni wurde aufgrund der Hitze zur Mittagszeit abgebrochen. Fotos sind keine entstanden. Darum gibt´s auch keinen "Tagebucheintrag".

Sonntag, 6. Juni 2021

Arbeitseinsatz am 5. Juni 2021


 
Die Arbeiten an diesem Samstag konzentrierten sich auf die Reste eines vermeintlichen "Nebengebäudes" (A) knapp über der Steinbruchkante. Die beiden weißen Kreise links markieren zwei "spannende" Stellen: 

Der Kreis in der Ecke markiert eine glatte Baufuge, die zeigt, dass es sich nicht um die Reste eines gezielt geplanten Gebäudes handelt. Die von links anstoßende Mauer wurde erst später an die bestehende Mauer (rechts) angesetzt. 

Der untere Kreis markiert einen mit großen rechteckigen Steinen sauber gemauerten Abschluss. Hier könnte sich ein Durchgang befunden haben. 

Der gemauerte Abschluss 

Der glatte Mauerabschluss erwies sich bei der Sicherung als eine besondere Problemstelle. Beim Versuch, die Fugen auszukratzen, zeigte sich, dass sich der Mörtel in diesem Bereich der Mauer völlig zersetzt hatte. Stein um Stein musste abgetragen werden, um den "Schotter" ausräumen zu können. Zuletzt saßen nur die Schlusssteine lose aufeinander und mussten schleunigst mit frischem Speis und neuen Steine stabilisiert werden. Die beiden nachfolgenden Fotos dokumentieren den schlechten Erhaltungszustand. Lediglich die zum Tal gewandte Mauerschale musste nicht gänzlich abgetragen werden.

Vorher - und nachher: Der Mauerabschluss nach der Abtragung des maroden Mauerwerks und nach der erfolgten Wiederaufmauerung.


Weitere Aufnahmen vom Arbeitsbereich


Foto rechts: Der Mauerabschluss über dem gähnenden Abgrund. Links unten im Bild ist die abstürzende Felswand zu erkennen.

Foto unten links: Die "Innenseite".

Foto unten rechts: Blick von oben auf die Mauer über dem Abgrund.





Foto oben: Arbeitsgruppenleiter Eugen Reinhard inspiziert das Tagwerk, bei dem auch der Dossenheimer Bürgermeister, David Faulhaber, kräftig mit Hand angelegt hatte. 

... und zum Abschluss noch ein kurioser Fund aus dem aktuellen Arbeitsbereich. Über die Frage, welches Tier hier den hungrigen Schauenburgern zum Opfer gefallen war, konnte keine Einigung erzielt werden. Aber vielleicht haben Sie ja eine Idee, um was es sich handelt? - Falls ja, schreiben Sie es doch bitte in die Kommentarleiste.


Donnerstag, 3. Juni 2021

1. Arbeitseinsatz am 22. Mai 2021


Am Samstag dem 22. Mai war es endlich soweit, dass mit den Sicherungs- und Erhaltungsarbeiten nach 7 Monaten coronabedingter Zwangspause begonnen werden konnte.

Aufgrund  der kurzfristigen Festlegung des Termins waren doch 13 Schauenburger zum Arbeitseinsatz erschienen. Leider war unser Maurer Dierk Rafflewski verhindert. Deshalb mussten die vorgesehenen Mauerarbeiten im Vorburgbereich umorganisiert und bis zum nächsten Einsatz am 5. Juni verschoben werden.

Das Gründungsmitglied Ludwig Weiser verblendete unter Mithilfe von Nikolai Harbarth das burgseitige Brückenfundament mit Porphyrbruchsteinen.

Alle anderen Schauenburger waren mit den vorbereitenden Erdarbeiten im Brückenbereich beschäftigt.

Grünschnitt wurde von Marjan Krawczyk und Albert Schreck erledigt.

Für den 2. Arbeitseinsatz hat uns Bürgermeister Faulhaber seine Mithilfe zugesagt. Die „Schauenburger“ freuen sich schon auf den nächsten Arbeitseinsatz am 5. Juni.

Eugen Reinhard


Freitag, 26. März 2021

Die Schauenburger warten auf den ersten Arbeitseinsatz

 von Eugen Reinhard

Die Winterpause der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg geht zu Ende. Für den 13. März ist der 1. Einsatz geplant. Diesen Termin einzuhalten ist jedoch wahrscheinlich wegen der aktuellen Situation nicht möglich.

Die Mitarbeiter der AG Schauenburg können den Beginn der Sicherungs- und Erhaltungsarbeiten der noch vorhandenen, durch Wind und Wetter verwitterten Mauern auf der Südseite der Ruine, kaum erwarten.

Die Vorarbeiten, wie das Freilegen der verstürzten Mauern, das Ausgraben der Wurzeln des Robinien-gestrüpps in diesem Bereich und das Herstellen des Zugangsweges, wurde von unseren Mitarbeitern Marjan Krawczyk (der Herr mit den Feldhacken) und Albert Schreck (der Herr "hinter Gittern") in der Zeit von Mitte November bis jetzt, erledigt.


Außer den oben genannten Maurerarbeiten mit denen dann weitgehend die Mauern der Ruine Schauenburg gesichert sind, wollen die Schauenburger mit Erdarbeiten im Burggraben beginnen wobei der Graben auf ca. 10m Breite freigelegt werden soll, sodass der ursprüngliche Grabenquerschnitt erkennbar wird.

Hoffentlich werden die Coronaverordnungen dahingehend gelockert, dass der erste Arbeitseinsatz angekündigt werden kann.