Samstag, 11. Mai 2019

Arbeitseinsatz am 11. Mai 2019

Was ist nur mit dem Wetter los? Seit 3 Wochen konzentriert sich der Regen immer auf den Samstag. Zuvor gab´s sogar einmal Schneefall! Also so geht´s nicht weiter!

Aber was ein richtiger Schauenburger ist, der lässt sich von nichts abhalten. Zwar war die Besetzung denkbar klein, dennoch wurde nach Kräften gearbeitet - im Vorburgbereich, wo es dem zähen Wurzelwerk an den Kragen ging, unter dem noch Fundamentmauern schlummern könnten, sowie auf dem Burgweg, wo es die Spuren eines nächtlichen Gelages von Wildschweinen zu entfernen galt - die das mit dem Wetter übrigens ganz anders beurteilen. Auch das ist halt Ansichtssache.

Unsere Schlecht-Wetter-Helden.
Man beachte die Altersverteilung: Der Nachwuchs zeigt,
wo´s lang geht!
"Ich krieg Dich!" - Der Kampf mit der Wurzel geht in die zweiten Runde. Die erste Runde (letzer Arbeitseinsatz) hatte das Wurzelwerk noch für sich entschieden.

Samstag, 27. April 2019

Arbeitseinsatz am 27. April 2019

Vor 2 Wochen: Schneetreiben.  Danach: Trockenphase und sommerliche Temperaturen von bis zu 27 Grad! Dann der Samstag: gerade mal bis zu 13 Grad und immer wieder Regen mit stürmischen Böen!
Nein, das Wetter meint es gerade mal nicht so gut mit uns. Aber so leicht vertreiben lassen wir uns nicht. Und so wurde auch an diesem Samstag ordentlich gearbeitet, wie einmal mehr die Aufnahmen von Eugen Reinhard beweisen:

Rot markiert: Die "talseitige Mauer" unbekannter Funktion, der in diesem Jahr das Hauptaugenmerk gilt. Wenn alles nach Plan läuft, soll sie künftig als Brüstungsmauer für Besucher über dem Steinbruch dienen.

An der talseitigen Mauer galt es einen großen Ausbruch zu schließen. Auf dem Foto ist der Ausbruch bereits geschlossen. Das geübte Augen erkennt die Aus-bruchstelle an den dunklen frischen Speisfugen am linken Mauerende.


Ganz schön krumm: Die gespannte Schnur zeigt, wie sehr sich die Mauer verschoben hat.

Das andere Ende: Hier konnten die beim letzten Einsatz freigelegten Fundamente der Mauer Richtung Osten aufgemauert werden.

Die aufgemauerte Fundamentmauer.
Auch dieser Bereich soll auf Brüstungshöhe aufgemauert werden, um künftigen BesuchernInnen als Aussichtsposten und Sicherung vor der Steinbruchkante zu dienen.


Und wie geht´s mit den Fundamenten weiter? - Die Antwort liegt unter dem Wurzelwerk, dass trotz massiver Man-Power nicht entfernt werden konnte. Beim nächsten Einsatz sind wir klüger.


 

Fotos oben: Die Vermessung der Burg - einmal (Foto links) für die vom Landesdenkmalamt geforderte Dokumentation und einmal (Foto rechts) für das Burgenmodell von Ludwig.

Der Burggärtner, Albert, beim Freilegen des Felsens im Graben zwischen Waldhütte und Bergfried.

Das fast komplette Team (ohne Fotografen und Maurer).


Freitag, 19. April 2019

Die Schauenburg als Ruinenmodell im Jahr 2018


Ein Beitrag von Ludwig Weiser   -   Teil 7


Wir erinnern uns: 
Der Pallas als „Rohmodell“ mit einem Teil der Mantelmauer.

Vor dem Zusam-menkleben der Bauteile wurden diese gestrichen, wobei es sehr schwierig war den richtigen Grundton zu finden. Das Mauer-werk ändert seine Farbe je nach Sonneneinstrahlung wie ein Chamäleon. Anschließend wurden mit einem selbst gefertigten Stempel die Fugen aufgedruckt.                         

Nach Einbau der Böden, Begrünung und Aufmalen der wichtigsten Sand-steine sieht das Ganze dem Original schon recht ähnlich. Im Hintergrund ist die bedruckte Zwinger-mauer zu sehen. (2. Stempel)           

Aus nördlicher Sicht mit den Eingängen.        

Auch dieses Bild haben wir schon gesehen: Der Nordteil der Mantelmauer.

Hier ist das Mauerteil bedruckt und die markantesten Sandsteine aufgemalt – nicht ohne deren Position vorher ausgemessen zu haben!  :))

Und nun ein Riesenschritt: Nach rechts das fertige Mauerstück und nach links die (fast) fertige östliche Mantel-mauer. Was hat sich getan?

Richtig – ich habe auch das Bruch-mauerwerk aufgetragen. Mein erstes Burgmodell mit Substanz des Originals!  Dazu wurden Schauen-burgsteinchen auf die nötige Größe zerstoßen und in die gefärbte Spachtel-masse mit einge-gossen. Schon ein bisschen irre aber es sieht fantastisch aus.

Natürlich  wurde auch die Innenseite des Modells entsprechend „behandelt“.

Mein Lieblingsbild von der Burg: Ein Vergleich mit Bild 7 ist lohnenswert – man sieht was es werden soll.

Und demnächst geht es weiter!

Samstag, 13. April 2019

Arbeitseinsatz am 13. April 2019

Wer hätte das gedacht? Die 20 Grad-Grenze hatte der Frühling bereits geknackt. Dass es noch mal etwas kälter würde ...
okay, damit war zu rechnen. Und der Wetterbericht sagte auch kühles Wetter mit Regenschauern voraus - aber kein SCHNEETREIBEN!

Doch der Arbeit tat das keinen Abbruch. Die schritt auch an diesem Samstag zügig voran.


Einsatzbereich war erneut die untere Hangmauer oberhalb des Stein-bruchkante. Nachdem beim letzen Einsatz die Mauerkrone von Erde und Bewuchs befreit werden konnte, begann heute die Aufmauerung und Sicherung des vorhandenen Bestands.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die Mauer als Sperrmauer zur Steinbruch-kante und Aussichtspunkt für Besucher dienen. Um die dafür notwendige  Brüstungshöhe zu erreichen, soll die Mauer um wenige Lagen aufgemauert aufgemauert und an der Innenseite weiter freigelegt werden.

Die Aufmauerung schreitet zügig voran. Mit gerade mal 50 bis 60 cm Breite gehört die Mauer zu den dünnsten auf der Schauenburg.
Zwischenbilanz am Vormittag.

Säuberungsarbeiten am Mauerabbruch über dem Schlossbruch.

Am Nachmittag ist der Fortschritt deutlich zu sehen. Die Mauer konnte auf fast der vollen Länge um wenige Lagen erhöht werden.

Im Hintergrund zu sehen: Die Schauenburger bei der Freilegung des weiteren Mauerverlaufs (siehe nächstes Foto).

In den 1930er Jahren muss die Verlängerung der Mauer bereits offen gelegen sein. Ihr weiterer Verlauf ist im Grabungsplan verzeichnet. Seit dem waren vielen Wurzeln darüber gewachsen.
Wo ist die Mauer?

Hier ist sie! Deutlich zu sehen - mit erhaltener Innen- und Außenkante.

Neue Mitarbeiterin: Frau Kaiser bereitet den Weg.
Auch an anderer Stelle wurde die Wegsituation verbessert.



Eugen - Leiter der Arbeitsgruppe und "Mann am Mischer" inspiziert den Arbeitsfortschritt.

Auf dem Foto links von 2018 (Fotograf Peter Elliott) ist die Lage der Mauer markiert.

Montag, 1. April 2019

Die Schauenburg als Ruinenmodell im Jahr 2018


Ein Beitrag von Ludwig Weiser , Teil 6

Die Arbeit am Ruinenmodell macht Fortschritte. Heute ein weiteres Bauteil!

Was soll denn daraus werden.........?


…..Natürlich! Unsere liebe und von den Besuchern als natürlicher Zugang hochgeschätzte Brücke die jetzt leider „grunderneuert“ werden muss. 
Mit Dach wäre das nicht passiert!!!

Da die meisten Rundholzstäbe des Modells nicht käuflich sind musste ich sie selber herstellen. Hier wird mittels Dremel, Feile und einer Schablone ein 3 mm Stab auf 2,5 mm (25 cm im Original) heruntergedreht.

Auf die Tragbalken (3 mm) werden die Querverbindungen (2,5 mm) aufgeklebt, in die die Geländer-stützen (1,5 mm) eingelassen sind. Das Brettchen  ist eine Schablone zur Schrägstellung der Stützen. Durch die Steigung der Brücke stehen sie dann nach der Fertigstellung ganz gerade!
                       

So sieht das Ganze zwischendurch aus – sehr fragil …...

und so nach Einleimung der restlichen, kürzeren Rundhölzer. Die hässlichen UHU-Hart-Klebestellen werden weggefeilt bzw. überstrichen.


Bei der Anfertigung der Brückenstützen muss man sehr genau arbeiten!              

Eine fertige Stütze auf ihrem „Steinsockel“. 
Wie ich die „Steine“ hergestellt habe verrate ich in einem der nächsten Beiträge.

Erklärung: Bergseitige, gemauerte Rampe, davor das erste Brückenstück und die „Laufplanken“, die erst bei Aufbau im Modell angepasst werden. 
Das große Brückenmittelteil, dahinter die Brückenstützen von denen man aber nur ca. 2 cm sehen wird. Es fehlt die letzte Stütze die erst nach Bau der Brückentürme einpasst wird. Die Lauffläche rechts ist aber schon fertig.
                       
Was sich außerdem getan hat kommt im nächsten Artikel!

Arbeitseinsatz am 30. März 2019

Der zweite Arbeitseinsatz bei strahlendem Wetter war von verschiedenen Arbeiten geprägt: Philipp Zschommler säuberte die Reste der Torkammer unter der vermeintlichen Wippbrücke, um sie im Auftrag der Kommune für das Landesdenkmalamt zu dokumentieren. Ludwig Weiser widmete sich mittels Heißluftballons der Höhenmessung diverser Mauern für sein Modellprojekt,
während verschiedene Teams mit Grünschnitt, Zaunbau, Steintransport und Freilegungsarbeiten beschäftigt waren. Hier einige der Arbeitsfelder im Überblick:

1A Mauerzug oberhalb der Steinbruchkante: Die Mauerkrone wurde von Bewuchs und Wurzelwerk befreit und die Mauerinnenseite frei gelegt.

1B Die Fortsetzung des Mauerzugs konnte teilweise freigelegt werden. Dieser Teil der Mauer war zwar auf dem Plan aus den 30er Jahren bereits eingezeichnet, aber seit Jahrzehnten nicht mehr sichtbar.

2 Torkammer: Nach Abriss der Brücke in diesem Bereich konnten die Mauerfragmente in der Torkammer der mutmaßlichen Wippbrücke für die anstehende Dokumentation gesäubert werden.


Der Mauerzug oberhalb der Steinbruchkante:
Vor Säuberung der Mauerkrone und der Freilegung der Innenkante musste erst einmal der "kleine Steinhaufen" verlagert werden. Hinter den Gittermatten links im Bild gähnt der Abgrund des Schlossbruchs.

Zum Vergleich: Die Mauer während und nach der Freilegung.

Foto unten: Die freigelegte Fortsetzung der Mauer, wie sie im Plan aus den 30er Jahren verzeichnet ist. Unklar ist, ob sich noch Reste der Mauerinnenkante finden lassen. Der alte Plan macht wenig Hoffnung (siehe oben).



Foto oben: Zwei gucken und der Jüngste muss schaffen.
Aber als Knappe hatte man es noch nie leicht!

 

"Wir machen den Weg frei!"

Zur Absicherung des Arbeitsbereiches und zum Schutz der Besucher wurde der provisorische Zaun neu gesetzt.

Der äußere Torbau im Grundriss aus den 30er Jahren. Im Bereich der Torkammer scheint eine dreifach gestaffelte Mauer gegen den rechterhand anstehenden Felsen gemauert worden zu sein. Ob die Staffelung den Schwungbereich der Wippbrück abbildet?
Hier ist noch vieles unklar.

Mauerrest innerhalb der Torkammer. Rechterhand ist der anstehende Fels zu erkennen, gegen den die Mauer gesetzt wurde.