Sonntag, 21. April 2013

Über den Wolken (III)

Den Gleitschirmfliegern sei Dank! Erneut erreichten mich Bilder von Georg Rombach, die neue Einblicke in und auf die Schauenburg ermöglichen. Zwar ist die Ruine auf den beeindruckenden Panoramaufnahmen auf den ersten Blick nur schemenhaft zu erkennen, doch wozu gibt´s die Bildvergrößerung?!
Das erste Foto zeigt eines von drei Panoramaaufnahmen mit der Schauenburg (markiert). Die drei folgenden Bilder sind Ausschnitte aus diesem und zwei weiteren Aufnahmen. Sehr schön ist dabei erstmals auch der aktuelle Stand der Arbeiten in der Vorburg zu erkennen. Herzlichen Dank, Herr Rombach!!!

   
   


Und weil´s so schön ist - auch wenn´s nicht in die Reihe passt - hier noch eine Abendimpression, die Eugen Reinhard, bei untergehender Sonne geschossen hat:
  

Sonntag, 14. April 2013

Arbeitseinsatz 13. April 2013

Endlich! Der Frühling war angesagt für dieses Wochenende. 16 Grad sollte es am Samstag geben. Ein "Genuss" war das Wetter dennoch nicht. Zum Teil kräftige Regenschauer am Vormittag machten vor allem den Maurern das Leben schwer, und so richtig warm wollte es auch am Nachmittag nicht werden.
Trotzdem: der Arbeitseinsatz war erfolgreich - besonders als am Nachmittag die Innenkante der inneren Zwingermauer weiter frei gelegt werden konnte, so dass jetzt auch der Knick der Mauer im hinteren Bereich in seinem Verlauf nachvollziehbar ist. Die übrigen Arbeiten konzentrierten sich - wie an den beiden Einsätzen zuvor - auf die äußere Zwingermauer (noch ein "halber" Einsatz, dann ist sie fertig) und die dünne Mauer parallel zur Sandsteintreppe im Vorburgbereich.

 Wühlmäuse in Aktion!

Damit die wenigen Funda-mentreste der inneren Zwingermauer nicht wieder unter dem nachrutschenden Schutt verschwinden, musste dieser etwas großflächiger abgetragen werden.
Dabei kamen einige Bruchsteine zum Vorschein, die bei den weiteren Arbeiten dringend gebraucht werden. 
Mittelalterliche Schichten wurden übrigens nicht angestochen. Die Mauer ist in den 1930er Jahren schon einmal freigelegt worden.
Die dünne Mauer parallel zur Sandsteintreppe beim Aufmauern.
Letzter Arbeitsschritt: Die Fugen werden nachgezogen.







Ein gestandener Ritter kontrolliert mit kritischem Blick den Fortgang der Arbeiten auf "seiner" Burg.

Donnerstag, 11. April 2013

Der Begfried

Gewaltig - und doch leicht zu übersehen: 

Der Bergfried ist der massigste und ehemals höchste Baukörper der Schauenburg. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Besucher vergeblich nach dem "Burgturm" Ausschau halten, obwohl er genau vor ihrer Nase steht. Der Grund: Da der Bergfried in die über 3 m dicke Schildmauer eingebunden ist und in seinem ruinösen Zustand diese nicht mehr überragt, kann er von der Hofseite aus nur anhand der beiden vorspringenden Seiten mit dem "abgeschnittenenen  Eck" erkannt werden. Von der Bergseite aus ist er überhaupt nicht auszumachen.
Anders sieht es aus der Luft aus. Aus der Vogelperspektive öffnet sich der Blick in den engen Innenraum (nicht zugänglich), und die Wuchtigkeit des Baukörpers wird erkennbar.

Grundriss mit rot markierten Bergfried. Gut zu erkennen: die Einbindung in die Schildmauer und die "abgeschnittene" Ecke zum Burghof hin.
Ansicht der Schauenburg von der Bergseite aus, gegen die sich die Ecke des in die Schildmauer eingebundenen Bergfrieds richtet. Früher überragte der Bergfried die Schildmauer und trat als wuchtiger Baukörper in Erscheinung.

Das Mauerwerk: 

Die Ecken des Bergfriedes wurden aus optischen und statischen Gründen mit größeren gut behauenen Sandsteinquadern aufgemauert. Unklar ist, ob diese zum Teil sekundär verwendet wurden und ursprünglich von einem anderen Gebäude (Wohnturm des Vorgängerbaus) stammen. Auch in die Mauer finden sich eingestreute Sandsteinquader. Ansonsten wurde die Mauer mit einfach beschlagenen Kleinquadern aus dem anstehenden Porphyr ausgeführt. Anders als in der Fachliteratur zum Teil dargestellt, fanden Buckelquader weder beim Bergfried noch bei anderen Mauern der Burg Verwendung.
Die Anschlussstellen von Schildmauer und Bergfried weisen keine Fugen auf. Die Mauern sind zeitgleich entstanden und wurden zusammen aufgemauert. Allerdings lässt sich innerhalb der Schildmauer eine durchgehende Mauerfuge erkennen, die mit großen Sandsteinplatten verzahnt wurde. Diese lässt darauf schließen, dass der gesamte Baukörper (Bergfried und Schildmauer) abschnittsweise errichtet wurde.
Anzunehmen ist, dass Schildmauer und Bergfried - wie bei Burgen üblich - verputzt waren. Um eine ästhetisch ansprechende Wirkung zu erzielen, könnte es sein, dass beim Verputzen die roten Sandsteinquader ausgespart wurden und sichtbar blieben. Die Wirkung ist leicht nachvollziehbar (siehe unten "Rekonstrustion II")

Die Lage: 

Die Lage des Bergfrieds ist in doppelter Weise durch die geographische Situation bedingt: Er steht an der höchsten Stelle des Sporns, auf dem die Schauenburg errichtet wurde (entspricht seiner Funktion als Warte und weithin sichtbares Machtsymbol getreu dem Motto "sehen und gesehen werden!") und ist mit der Außenecke gegen den aufsteigenden Hangscheitel des Ölbergs, die Hauptangriffsseite, gewandt, um einen möglichen Beschuss von den Hängern des Ölbergs herab abzuwehren und die dahinterliegenden Wohngebäude zu schützen (entspricht seiner fortifikatorischen Bedeutung).

Die Maße: 

Die Grundfläche des Bergfrieds ist annähernd quadratisch. Nach Christoph Bühler (Burgen der Kurpfalz, Heidelberg 1990) beträgt das Außenmaß 8,39m und das Innenmaß 2,1 m bei einer Mauerstärk von 3,1m. Das ergibt eine Gesamtfläche von 70,4m2 und eine Innenraumfläche von 4,6m2.

Die "fehlende" Ecke: 

Ein Rätsel stellt die über Bodenniveau abgeschnittene Ecke dar, durch die der Bergfried einen fünfeckigen Grundriss erhält. Fünfeckige Bergfriede sind zwar nicht ungewöhnlich, doch in diesem Fall ist der Zuschnitt weder durch die Form des Untergrunds bedingt noch durch das Anliegen, eine spitze Ecke gegen die Angriffsseite zu schaffen. Offensichtlich ging es darum, den Raum im Hof zu vergrößern, der nach Lage der randständigen Gebäude jedoch bereits relativ großzügig bemessen war. Eine Erklärung wäre, dass der Bergfried noch vor Abriss des Wohnturms der Vorgängeranlage errichtet wurde. Dieser Wohnturm lag dicht vor der "abgeschnittenen" Ecke in der Mitte des heutigen Burghofs. Erst die "fehlende Ecke" hätte den Durchgang zwischen beiden Baukörpern ermöglicht.

Der Bergfried als "Neubau": 

Bei vielen Burgen bildet der Bergfried nicht nur den wuchtigsten, sondern auch den ältesten Bauteil, quasi die Keimzelle im Zentrum, um das herum in mehreren Ausbauphasen die Burg "von Innen nach Außen" entstand (idealtypisch).
Über das Baujahr des Bergfrieds und der Schildmauer der Schauenburg gibt es keine Nachrichten. Fest steht jedoch: Diese Bauteile gehören nicht zu den ältesten, sondern gehören einer späteren Aus- bzw. Neubauphase an. Darauf verweisen die Fundamentreste einer älteren polygonalen Ringmauer, die von der Schildmauer und dem Bergfried überbaut wurden, und die wenigen erhaltenen Reste eines bereits im Mittelalter abgerissenen Wohnturms in der Mitte des heutigen Hofes (im Unterschied zum Wohnturm besitzt ein "Bergfried" keine Wohnqualität, sondern in erster Linie Wehr- und Statusfunktion).
Unter Umständen stammen Bergfried und Schildmauer erst aus der Ausbauphase unter der erzbischöflich-mainzischen Herrschaft im 14. Jahrhundert.

Finsteres Verließ oder stinkende Kloake?

Blick in das "Verlies" mit dem Ausgang eines Schachtes
Der enge tür- und fensterlose Raum im Sockelbereich eines Bergfrieds wird gemeinhin als "Verlies" bezeichnet, während die den Zugang gewährende Deckenöffnung mit dem schön-schaurigen Begriff "Angstloch" belegt ist. Entsprechend beliebt ist es, auf touristisch genutzten Burgen solche "Verliese" als besondere Attraktion mit Knochen und Ketten auszustaffieren oder mit roten Strahlern ins vermeintlich "rechte Licht" zu rücken. Doch die wenigsten Räume im Turmsockel dienten im Mittelalter als Verlies bzw. Gefängnis. Genauso gut konnten sie als Lagerräume genutzt werden.
Auch für den untersten Raum im Bergfried der Schauenburg gibt es keinen Hinweis auf eine Nutzung als "Verlies". Die einzige bauliche Besonderheit, stellt ein bei Ausräumarbeiten zutage getretener Schacht da, dem ein eigener Artikel gewidmet ist (HIER klicken). Dabei könnte es sich um einen Abortschacht gehandelt haben.

Rekonstruktion: 

Als "Schauenburger" sind wir auf "unsere" Burgruine natürlich stolz, aber ein wenig neidvoll fällt der Blick dann doch auf benachbarte Ruinen wie Strahlenburg oder Windeck, die schon von Weitem mit einem hoch aufragenden Bergfried grüßen (so wie man sich halt eine "stolze Burgruine" vorstellt). Von daher ist es kein Wunder, wenn vor Jahrzehnten die Absicht im Raum stand, den Bergfried wieder "hoch zu ziehen" und mit einem Café zu versehen.
Zum Glück wurden die Pläne jedoch rasch fallen gelassen! Denn zum einen ist es der Vorzug der Schauenburg als größte gastronomisch unverbaute Burgruine der Bergstraße Erholungssuchenden und Familien noch einen zwanglosen Raum zum Ausspannen, Picknicken oder Versteckspielen zu bieten. Zum anderen käme ein Wiederaufbau einer Verfälschung gleich, da nur wenige Aussagen über das frühere Aussehen des Bergfrieds möglich sind und keinerlei alte Ansichten existieren bzw. bekannt sind.
Rekonstruktion I unverputzt (Rafflewski)
Sicher ist: Der Bergfried besaß einen Hocheingang zur Hofseite. Aber auf welcher Höhe und an welcher Stelle der beiden in Frage kommenden Mauern? Sicher ist auch, dass der Bergfried, mehrere Stockwerke besaß und höchst wahrscheinlich über die übrigen Gebäude hinausragte. Aber wie hoch war er wirklich? Unter den Bergfrieden gibt es "Zwerge" von gerade mal 20 m Höhe und "Riesen", die bis zu 50 m aufragen. Dazwischen ist alles denkbar. Unklar sind auch die Raumgrößen in den oberen Geschossen, die bei abnehmender Mauerstärke vermutlich variiert haben. Wenn man für das Obergeschoss eine Mauerstärke von 1 m annimmt, bliebe Platz für einen mit über 50 m2 recht stattlichen Raum. Verfügte dieser über repräsentative Fenster oder doch nur über Lichtschlitze? Und wie war der Aufstieg? Ging´s über Holztreppen oder -leitern von Etage zu Etage oder gab es eine gemauerte Treppe, die in der Mauerstärke verlief? Die breiten Mauern hätten dafür reichlich Platz geboten. Und wie sah das Dach aus? Was war mit der Heizung? Gab´s einen Kamin oder sogar mehrere? Und wie funktionierte der Zugang zum vermuteten Wehrgang auf der Schildmauer. Ein direkter Zugang vom Bergfried aus ist anzunehmen - aber ebenfalls nicht beweisbar.

Aber vielleicht ist ja auch gerade das das Schöne: dass jeder Besucher frei ist, seine eigene Fantasie spielen zu lassen und den Bergfried in Gedanken wieder wachsen zu lassen.
Rekonstruktion II: verputzt mit Aussparung der Eckquader (Rafflewski)

Sonntag, 31. März 2013

Arbeitseinsatz 30. März 2013

Trotz Kälterekord im März: Schauenburger lassen sich nicht abschrecken!

Nein, die Temperaturen waren wieder nicht angenehm! Zur Nacht gab´s erneut leichten Frost, aber immerhin lag kein Schnee mehr, die angedrohten Schnee-Regen-Schauer blieben aus, und der Boden war auch nicht nachhaltig gefroren. So konnte auch an diesem Samstag fleißig in den drei unten markierten Bereichen weiter gearbeitet werden.


dunkelgrauer Bereich: abgesprengter Vorburgbereich (schwarze zackige Linie: Verlauf der Felskante)

hellgrauer Bereich: derzeit mit Stahlmatten abgesperrter Vorburgbereich (die Öffnung für die Öffentlichkeit ist erst nach Fertigstellung der Baumaßnahmen in diesem Bereich und der Anbringung eines Schutzzaunes vor der Steinbruchkante möglich).

Bereich A: Die Sicherung der Fundamente der äußeren Torzwingermauer ist bis auf den rot markierten Bereich unmittelbar vor der Betonplatte fertig gestellt (die Betonplatte überbrückt die abgesprengten Teile des Torweges). Die Sicherung des rot markierten Bereichs sollte in zwei Arbeitseinsätzen abgeschlossen sein.

Bereich B: Die innere Torzwingermauer wurde weiter freigelegt, wobei noch keine Hinterkante der Mauer gefunden werden konnte. Im Bereich des "Knicks" (Richtung Schildmauer) ist leider auch das auf dem Felsen aufsitzende Fundament nicht mehr durchgängig erhalten. Einige wenige Steinlagen fehlen. Die freigelegten Bereiche sind im Grundriss grün markiert.

Bereich C: Die parallel zur Sandsteintreppe verlaufende Zwischenmauer wurde weiter ausgefugt und aufgemauert. Im oberen Bereich, in dem die Treppe ansetzt und die Zwischenmauer an die äußere Torzwingermauer anschließt, wurde das Fundament bewusst tief gehalten, um einen Durchgang (orange markiert) auf die dahinter liegende Terrasse zu ermöglichen. Auch die parallel zum Torzwinger verlaufende dünne Mauer unbekannter Funktion, die von der Zwischenmauer abzweigt (keine Fuge), konnte im Anschlussbereich gesichert werden.

Hier noch ein paar Eindrücke von den Arbeiten:

Bereich A:
 

Fotos oben: Arbeit am Abgrund! Hinter den provisorisch aufgestellten Gittermatten gähnt die Tiefe. Der Schlossbruch hat sich in diesem Bereich bis an die äußere Torzwingermauer heran gefressen und sie im weiteren Verlauf mitsamt eines Teiles des Torweges in den Abgrund gerissen. Nur dank einer vor wenigen Jahren von den Schauenburgern verlegten Betonplatte kann dieser Bereich (und damit auch der historische Zugang) wieder begangen werden. Ob und wie die äußere Torzwinger-mauer auf der Betonsplatte fortgesetzt werden kann, ist derzeit fraglich (vielleicht wäre hier ein Zaun die einfachere und angemessenere Lösung). Mit diesem Abschnitt enden vorerst die Arbeiten an der äußeren Torzwingermauer. Danach geht´s auf "der anderen Seite" (innnere Torzwingermauer) weiter.
  
Fotos unten: Endlich ist auch er mal auf den Fotos zu sehen: Eugen Reinhard, der Leiter unserer Arbeitsgruppe, der hier oben seit dem ersten Einsatz vor 31 Jahren die Maurerkelle schwingt. Da er normalerweise fast alle Fotos schießt, ist er auf diesen halt leider nur selten zu sehen. In diesem Fall konnte ihm jedoch jemand die Kamera "klauen", um ihn beim Nachstreichen der Fugen zu fotografieren.


Bereich B: Die beiden Fotos unten dokumentieren die (bislang vergebliche) Suche nach der Hinterkante der inneren Torzwingermauer. Nicht auszuschließen ist, dass die Mauer rückseitig gegen den steil aufsteigenden Hang gesetzt wurde, so dass im unteren Bereich gar keine geradlinige Hinterkante zu finden ist (auch wenn der Grundriss aus den 30er Jahren, als die Mauer schon einmal freigelegt wurde, eine solche nahe legt).
  

Bereich C: 
   
Das Foto oben bietet einen Blick vom Torzwinger hinunter auf den erhaltenen Bereich der Vorburg. Im Vordergrund ist die Zwischenmauer zu sehen, die parallel zur Sandsteintreppe (dahinter) nach unten verläuft. Die dunklen Fugen markieren den neu aufgemauerten Bereich mit dem "Durchgang" an der Nahtstelle zur äußeren Torzwingermauer, sowie die in Richtung Steinbruchkante abzweigende dünne Mauer, die im weiterer Verlauf dem Schlossbruch zum Opfer fiel.
Diese dünne Mauer unbekannter Funktion ist auch auf dem folgenden Foto zu sehen. Das obere Bild zeigt das Original-Foto, das zweite Bild eine bearbeitete Version auf der die beiden Mauern nebst Sandsteintreppe zur Veranschaulichung hervorgehoben sind.


  
Foto unten: Die Zwischenmauer wird erhöht und abgedeckelt (unten links auf dem Foto: der tiefere Fundamentbereich soll künftig als "Durchgang" auf die davor liegende Terrasse dienen).
  


Bauhüttenbereich: Die Männer an den Maschinen


Und zum Abschluss ein vorösterliches Gruppenbild "mit Ei" (zu sehen: 9 von 12 Schauenburgern, die an diesem Samstag beim Arbeitseinsatz dabei waren).
   

Samstag, 16. März 2013

16. März 2013: Der erste Einsatz im neuen Jahr!

Kalt war´s! Der Boden war zum Teil gefroren. An einigen Stellen lag noch etwas Schnee. Aber schön war´s! Und in der Sonne konnte es einem beim Arbeiten sogar etwas warm werden. Auch die Presse war erneut vertreten, um vom Saisonstart zu berichten.

Soviel zum "Drumherum" - jetzt zu den Arbeiten: Diese konzentrierten sich auf drei Bereiche, die im folgenden Grundriss markiert sind:


A: Die äußere Torzwingermauer wurde im Fundamentbereich weiter aufgemauert (rote Markierung).
B: Die innere Torzwingermauer, die wohl nur den Sinn hatte, den ansteigenden Hang zu stützen, wurde im Bereich der "Biegung" weiter freigelegt.
C: Die Außenmauer der Vorburg wurde talseitig weiter aufgemauert. Die nach unten verlaufende Zwischenmauer wurde ebenfalls weiter aufgemauert (blaue Markierung).

Hier ein paar Fotos vom heutigen Einsatz (alle Fotos: Eugen Reinhard):

Ohne diese Jungs wäre jeder Maurer aufgeschmissen! Bei jedem Einsatz mischen sie den Speis.






Knochenarbeit pur: Da der Arbeitsbereich C nicht mit dem Schubkarren angefahren werden kann, muss der Speis auf Eimer verteilt werden. Diese Eimer gilt es dann, vorsichtig über eine mehr als wacklige Sandsteintreppe "nach unten" zu tragen.








Und weil man mit Speis allein immer nicht mauern kann, sind auch diese Jungs ganz wichtig! Sie sind gerade dabei, Eugen im Bereich A mit den passenden Steinen zu versorgen.


Bereich B: Die innere Torzwingermauer. Leider ist das Fundament im Bereich der Biegung nicht mehr auf voller Länge erhalten.


Bereich C: Die Außenmauer ist talseitig wieder ein paar Schichten gewachsen. Ohne Gerüst geht´s hier jetzt nicht mehr weiter.







Bereich C: Die Zwischenmauer wird "frisiert" (nach dem Aufmauern werden die Fugen nachgefahren und nachgebürstet).




Bereich C: Blick auf die Anschlussstelle der Zwischenmauer an die Außenmauer (beide Mauer sind nicht verzahnt. Es besteht eine durchgehende Fuge).








 Blick "von unten" auf den Arbeitsbereich C.

Die talseitige Mauer der Vorburg mit den Auflagen für das Gerüst. Vorgesehen ist eine weitere Erhöhung um knapp 90 cm, damit die Mauer auf der Innenseite die Funktion einer Brüstung erfüllen kann.
Das war´s! Jetzt schnell nach hause und aufwärmen!!!

Freitag, 15. März 2013

Über den Wolken (II)

Neue Luftaufnahme von der Schauenburg

Die Absprungschanze für Gleitschirmflieger am Ölber oberhalb der Schauenburg ist ein echter Segen! Immer wieder erreichen uns beeindruckende Luftaufnahmen. Das Foto unten stammt von Georg Rombach. Herzlichen Dank!!!

Blick auf Ölberg (links), die Schauenburg (Mitte) und Dossenheim (rechts)
Ausschnittsvergrößerung: Schauenburg

Donnerstag, 21. Februar 2013

Erster Einsatz im neuen Jahr


Endlich! Das Warten hat ein Ende. Der Winter ist (fast) vorbei. Und ab Samstag, den 16. März 2013, wird wieder in zweiwöchigem Rhythmus allmorgendlich das vertraute Dröhnen unserer treuen Speismaschine durch den Wald zu hören sein. An diesem Tag nämlich beginnt für die Schauenburger die neue Arbeitssaison im sage und schreibe 31.(!) Arbeitsjahr.
Das Einsatzgebiet wird weiterhin der Vorburgbereich sein. Hier gilt es, noch einige Mauern zu sichern, bevor der derzeit mit Stahlmatten abgesperrte Bereich wieder für Besucher geöffnet werden kann.

Herzliche Einladung an neue Mitarbeiter/innen

Die Schauenburger sind zwar ein starkes Team, doch helfende Hände kann es nicht genug geben. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher herzlich willkommen!!! Ein unverbindliches Reinschnuppern ist zu jedem Arbeitseinsatz möglich. Mitzubringen sind lediglich Arbeitsklamotten und festes (!) Schuhwerk. Handschuhe und Arbeitsgeräte werden ebenso gestellt wie Essen und Getränke.
Aber Achtung: Teilnahme kann süchtig machen.

Für die Wegbeschreibung zur Schauenburg bitte HIER klicken.

Ehrenamtliches Engagement im Elsaß

Für Burgenfreunde ist das Elsaß eine wunderbare Gegend mit großartigen Burgruinen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass der überwiegende Teil der historischen Gemäuer von modernen Einbauten und gastronomischen Nutzungen verschont blieb und nur zu Fuß für Wanderer erreichbar ist. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass viele der Burgruinen dadurch sich selbst und dem steten Verfall überlassen blieben.
Offensichtlich hat hier jedoch ein Bewusstseinswandel statt gefunden. Immer mehr Burgenfreunde finden sich in Vereinen zusammen, um für die Erhaltung "ihrer" Burgruine Sorge zu tragen - mit beeindruckendem Erfolg. Die französische Website "chateaux-forts-vivants" bietet einen Überblick über acht aktuelle Projekte. Sie betreffen die Burgruinen Schöneck, Kagenfels, Spesburg, Andlau, Salm, Freudeneck, Groß-Geroldseck (seit 2007) und erfreulicher Weise auch die Burgruine Ramstein bei Scherwiller (seit 2002), deren Schicksal im Schatten der großartigen Burgruine Ortenberg praktisch schon besiegelt schien. Um direkt auf die Überblickseite zu kommen, klicken Sie bitten HIER.