Montag, 6. März 2017
Montag, 20. Februar 2017
Impressionen vom Kirchberg
| (Quelle des bearbeiteten Gemäldes von Paul Delaroche: Wikimedia Commons) |
Vermutlich nicht um das, was Sie jetzt denken!
Bei einem Napoleonhut handelt es sich um einen keltischen Mahlstein, eine Handschiebemühle, wie sie vor rund 2500 Jahren in Mitteleuropa in Gebrauch war.
Es gibt wenige bekannte Produktionsstätten. Eine liegt bei Dossenheim auf dem Kirchberg. Der Dossenheimer Steinbildhauer Knut Hüneke hat sie entdeckt. Rund 20 Mahlsteine konnten seitdem von der Oberfläche geborgen werden. So genannte "Podien", die auf dem Kirchberg die Jahrtausende überdauerten, zeugen von dem Abbau der vermutlich auch zum Export bestimmten Steine.
Es gibt wenige bekannte Produktionsstätten. Eine liegt bei Dossenheim auf dem Kirchberg. Der Dossenheimer Steinbildhauer Knut Hüneke hat sie entdeckt. Rund 20 Mahlsteine konnten seitdem von der Oberfläche geborgen werden. So genannte "Podien", die auf dem Kirchberg die Jahrtausende überdauerten, zeugen von dem Abbau der vermutlich auch zum Export bestimmten Steine.
Es folgen Fotos vom Kirchberg von Jan Rafflewski, die nicht nur von der keltischen Steinbrucharbeit zeugen. (Zum Vergrößern die Bilder anklicken.)
Eine der "Steinrasseln" am Südhang.
Blick auf eine der großen Steinrasseln am Südhang.
Blick hoch zum "Kamm" des Kirchbergs.
Hier haben sich Menschen zu schaffen gemacht. Fragt sich nur, wann?
Was will uns dieser Baum sagen? - "Gleicheit vor dem Gesetz": Der bittere Kommentar eines "Outlaws"?
Blick über den Steinbruch am Kirchberg nach Dossenheim.
Stahlseile und Stacheldraht sicherten die oberen Kante des Steinbruchs am Kirchberg. Doch für die Natur gibt´s kein Halten.
Freitag, 17. Februar 2017
Das Geheimnis der beiden Stüzpfeiler
Die Außenseite der Zwingermauer zeigt die Reste von zwei Stützpfeilern, die im Grundriss links markiert sind.
Eine einheitliche Deutung ist aufgrund der Befunde nicht möglich.
Stützpfeiler A: senkrecht ansteigend, ausgeführt mit Quadern (bessere Qualität als die Bruchsteinmauer dahinter).
Der Stüzpfeiler ist scheinbar nachträglich vor die Mauer gesetzt worden. Auf Höhe des Stützpfeilers lag oberhalb der Zwingermauer ein später eingebautes Backstein-Tor.
Ein Backsteinpfosten ist noch (renoviert) erhalten, ebenso ein Schwellenstein (unter der Erde).
Der Torpfosten aus Backstein.
Deutung: Das Backsteintor wurde nachträglich in den Torzwinger eingesetzt. Um es zu stabilisieren wurde ebenfalls nachträglich ein abgestufter Strebepfeiler gegen die Außenseite der Zwingermauer gesetzt.
Stützpfeiler B:
abgeschrägt, minderwertigere Ausführung, tritt aus der Mauer hervor (nicht angesetzt).
Der Stützpfeiler könnte in einer Beziehung zu dem Gebäude oberhalb ("Torwärterhäuschen") stehen (siehe die gelbe Hilfslinie im Plan oben). Deutung unklar.
Eine einheitliche Deutung ist aufgrund der Befunde nicht möglich.
Stützpfeiler A: senkrecht ansteigend, ausgeführt mit Quadern (bessere Qualität als die Bruchsteinmauer dahinter).
Der Stüzpfeiler ist scheinbar nachträglich vor die Mauer gesetzt worden. Auf Höhe des Stützpfeilers lag oberhalb der Zwingermauer ein später eingebautes Backstein-Tor.
Ein Backsteinpfosten ist noch (renoviert) erhalten, ebenso ein Schwellenstein (unter der Erde).
Der Torpfosten aus Backstein.
Deutung: Das Backsteintor wurde nachträglich in den Torzwinger eingesetzt. Um es zu stabilisieren wurde ebenfalls nachträglich ein abgestufter Strebepfeiler gegen die Außenseite der Zwingermauer gesetzt.
Stützpfeiler B:
abgeschrägt, minderwertigere Ausführung, tritt aus der Mauer hervor (nicht angesetzt).
Der Stützpfeiler könnte in einer Beziehung zu dem Gebäude oberhalb ("Torwärterhäuschen") stehen (siehe die gelbe Hilfslinie im Plan oben). Deutung unklar.
Jahresbericht 2016
In 20
Arbeitseinsätzen wurden 2016 viele Kubikmeter Erde bewegt, Bruchsteinmauerwerk
verfugt und auf die noch vorhandenen Grundmauern neues Bruchsteinmauerwerk aufgemauert.
In
diesem Jahr wurde ein großer Teil der Mauern im Vorburgbereich, die
Verbindungsmauer zwischen Kernburg und innerer Zwingermauer sowie die große
Treppe zur Vorburg gesichert und für die Besucher der Ruine Schauenburg wieder zugänglich
gemacht. Weiterhin wurde im Auftrag der Gemeinde zur Absicherung der Steinbruchkante durch eine Fachfirma ein
Zaun aufgebaut.
Der
noch nicht gesicherte Bereich der südlichen, äußeren Zwingermauer wird gerade
freigelegt und soll 2017 gesichert werden. Durch die Sicherung und Aufmauerung
der Zwingermauer auf Brüstungshöhe wird einerseits der Grundriss der Burgruine
vervollständigt und andererseits die Absturzgefahr vermindert.
Die
Sicherung des nördlichen Brückenturmstumpfs wurde Ende 2016 schon begonnen und
soll 2017 abgeschlossen werden.
Die
Genehmigung die Holzbrücke über den Burggraben durch ein leichtes Holzdach
gegen zu große Feuchtikeit zu schützen wurde nicht erteilt, daher ist es nicht
verwunderlich, dass einige Rundhölzer, nach acht Jahren schon angefault sind.
Die Arbeitsgemeinschaft Schauenburg ist bemüht mit Hilfe von Wandergesellen
„Freie Vogtländer“, die auch mit
Unterstützung des Abbundzentrums Schriesheim Georg Grüber, die die Brücke
bauten, die angefaulten Hölzer auszuwechseln.
Außer
den Arbeiten zur Sicherung und Erhaltung der Ruine Schauenburg mussten das
ganze Jahr über auch Grünschnitt und Mäharbeiten gemacht werden. Für all diese
Arbeiten danke ich den Mitarbeitern Patrick Berthold, Hermann Fischer, Anette
Ginsberg, Nikolai Harbarth, Alexander Häckelmoser, Daniel Hutwagner, Marian
Krawczyk, Paul Krawczyk, Peter
Lüttinger, Klaus Matitschka, Julian Nowag, Andreas Petitjean, Eric Petitjean,
Dierk Rafflewski, Steffen Schwab, Albert
Schreck, Matthias Spies, Dr. Volker Sporys, Georg Usselmann, Ludwig Weiser und
Celeste Wink.
Weiterhin
danke ich den Helfern, Karlheinz Frauenfeld, Hanni Frauenfeld, Helga Riehl,
Thea Andraschko, Hannelore Reinhard, Irma Erhard, Marianne Reiser und Hildegard
Fischer.
2016
standen jedoch nicht nur die Sicherungs und Erhaltungsarbeiten der Ruine
Schauenburg auf dem Plan, auch die Veranstaltungen im Rahmen der 1250 Jahrfeier
der Ersterwähnung von Dossenheim wurden von den Mitarbeitern und Freunden der AGS organisiert und
ausgerichtet.
Es
waren die Veranstaltungen „Tag der offenen Klause“ am 10.April 2016. Hunderte
Besucher wanderten bei herrlichem Frühlingswetter zur Klause am Kirchbergshang
wo manche Besucher nach Jahrzehnten wieder einmal die Behausung des Eremiten
Johann Georg Kernstock, der vor ca. 350 Jahren hier lebte, besichtigen ja sogar
betreten konnten.
Am
16. und 17. Juli fand die diesjährige Hauptveranstaltung der AGS zur 1250
Jahrfeier „Der Besuch im Spätmittelalter“statt. Der
„Schauenburger“ Andreas Petitjean, ein Mitglied der Mittelaltergruppe
„Nürnberger Aufgebot 1474,“ organisierte einen authentischen Mittelaltermarkt
auf der Burg und ein Heerlager auf dem Platz direkt unterhalb der Burg.
Den
Besuchern wurde das Lagerleben in Kostüm und Ausrüstung im späten 15.
Jahrhundert gezeigt, ebenso die Kriegstechnik dieser Zeit mit der
entsprechenden Bewaffnung, Rüstung und den Kanonen bei der Belagerung der
Burganlage. Im Burghof und im Zwinger führten Handwerker ihre Kunst den
interessierten Besuchern vor.
An jedem der beiden Tage kamen über tausend
Gäste, die sich über das Leben und Treiben, der Belagerung und Beschießung
einer Burg im Spätmittelalter informierten und bei einem von den Schauenburgern
zubereiteten Linsengericht und kalten Getränken einige Zeit verbrachten.
Der
11. September war der europaweit begangene „Tag des offenen Denkmals“. Bei
Führungen durch Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg konnten sich
die interessierten Besucher über den Fortgang der Sicherungs- und
Erhaltungsarbeiten, insbesondere der letzten beiden Jahre, in denen die innere
und äußere Zwingermauer, die Verbindungsmauer zwischen Kernburg und der inneren
Zwingermauer, der großen Treppe zur Vorburg und großer Teile der Mauern im
Vorburgbereich gesichert wurden, informieren. Anschließend
verbrachten die Besucher, bei herrlichem, fast zu heißem, Sommerwetter, einige
Zeit bei Steaks und kalten Getränken auf der Burg.
Ich
möchte allen Besuchern der Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg
für ihren Besuch danken. Ebenso
danke ichi unserem Bürgermeister Hans Lorenz, den Mitarbeitern der Verwaltung,
Frau Hildenbeutel, Frau Mallinger und Frau Busch, Herrn Schiller, Herrn Miltner
und Herrn Gestöhl vom Bauhof für die gute Zusammenarbeit.
Ich
hoffe, dass alle Schauenburger auch 2017 ihre Bemühungen zur Sicherung und
Erhaltung der Ruine Schauenburg weiterführen und dass es vielleicht doch noch
gelingt, bevor die Brücke nicht mehr begehbar ist, die Genehmigung für ein
leichtes Holzdach, zu erhalten..
Eugen
Reinhard
Sonntag, 22. Januar 2017
Trübe Schönheit
Eindrücke von einem diesigen Winterabend auf der Schauenburg aufgenommen von Jan Rafflewski. Zum Vergrößern Fotos bitte anklicken.
Freitag, 6. Januar 2017
Silvestergelage auf der Schauenburg
Schon am frühen Neujahrsmorgen wurde
der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg angerufen und darauf aufmerksam
gemacht, dass auch in
dieser Neujahrsnacht Vandalen auf der Ruine Schauenburg randalierten.
Bei der sofortigen Begehung war das Ausmaß zu erkennen. Das
gesamte Areal der Ruine Schauenburg war mit Flaschen, Verpackungsmüll und
abgebrannten Feuerwerkskörpern übersät. Drei völlig demolierte, von den
Angestellten der Forstverwaltung erst kürzlich aufgestellte Müllbehälter, einige
Feuerstellen und ein noch brennender Baumstumpf waren Zeugen eines großen
Gelages.
Zur Zeit der Begehung waren immer noch die letzten 5 bis 6 Personen, die in einem Zelt nächtigten, auf der Burg anwesend.
Die von der AGS verständigte Polizei hielt die Personalien der Anwesenden fest, doch liegt die Vermutung nahe, dass die hauptsächlichen Verursacher, eine Horde von ca. 15 bis 20 Jugendlichen war, die gegen 1.00 Uhr auf dem Weg von der Burg in den Ort war.
Der Schaden der total zerstörten Müllbehälter beträgt sicher einige hundert Euro. Die Arbeit der Schauenburger, die den Müll wegräumen, gar nicht gerechnet.
Die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Schauenburg freuen sich über jeden Besucher, der die Ruine Schauenburg als Ausflugsziel gewählt hat, doch auf Besucher, die den Müll ihrer Feier auf der Burg zurücklassen oder in ihrer Zerstörungswut Tisch und Bank Garnituren und Müllbehälter kaputt schlagen, kann die AGS gerne verzichten.
Eugen Reinhard
Mittwoch, 28. Dezember 2016
Bundesverdienstkreuz für Hermann Fischer
Der
Heimatverein Dossenheim gratuliert seinem Ehrenvorsitzenden Hermann Fischer zur
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.
Von
1981 bis 2002 fungierte Hermann Fischer als Vorsitzender des Heimatvereins. Bis
heute kümmert er sich maßgeblich um das Heimatmuseum mit seiner Vielzahl an interessanten Exponaten und um den Steinbruch Leferenz. Bei
zahlreichen Führungen bringt Hermann Fischer beide Orte und deren Bedeutung der
Bevölkerung näher. Es ist ihm zu verdanken, dass auch die jüngsten wie z. B. Kindergarten-
und Schulkinder um die Geschichte der Steinbrecher-Gemeinde wissen.
Kenntnisreich berichtet er im Steinbruch von Flora und Fauna, von der lokalen
Wirtschaftsgeschichte und den geologischen Formationen. Vertreter des
Geonaturpark Bergstraße Odenwald würdigten im Jahre 2009 das Gebiet des
Steinbruchs mit dem Titel: „Geotop des Jahres“. Auch nach seiner Zeit als
Vorsitzender setzt er sich mit großem Engagement für den Heimatverein ein z. B.
bei der Trachtengruppe, der Theatergruppe und der Schauenburggruppe. Durch die
Vorführung und Verwaltung zahlreicher Heimatfilme sorgt er dafür, dass die
Geschichte Dossenheims lebendig bleibt. Mit allen nachfolgenden Vorsitzenden
arbeitet Hermann Fischer äußerst konstruktiv zusammen, so auch jetzt mit dem
Vorsitzenden Steffen Schmitt. Dabei ist besonders zu erwähnen, dass Hermann
Fischer nicht nur spricht sondern vor allem „macht“ sowohl organisatorisch als
auch handwerklich. Immer unterstützt von seiner Frau Hildegard, die ebenso
großes Engagement zeigt.
Die Schauenburger schließen sich der Gratulation an und danken Hermann Fischer für seinen vielseitigen Einsatz!
Montag, 31. Oktober 2016
Arbeitseinsatz am 30. Oktober 2016
Herrliches Herbstwetter! Ein schöner Einsatz! Hier ein paar Eindrücke:

Foto oben links: Eugen "stopft" Löcher und Fugen in der Zwingermauer.
Foto oben rechts: Ludwig vermisst die Burgruine für sein Modell.
Peter und Andreas legen die Innenkante der Zwingermauer auf Höhe des Torweges frei.
Verfugter Abschnitt der Zwingermauer.
Dierk sichert den Fundamentstumpf des äußeren Torgebäudes.
Peter genießt den Blick auf sein "geräumtes Eck". Vormals lagerten hier Steine.
Foto oben links: Eugen "stopft" Löcher und Fugen in der Zwingermauer.
Foto oben rechts: Ludwig vermisst die Burgruine für sein Modell.
Peter und Andreas legen die Innenkante der Zwingermauer auf Höhe des Torweges frei.
Verfugter Abschnitt der Zwingermauer.
Dierk sichert den Fundamentstumpf des äußeren Torgebäudes.
Peter genießt den Blick auf sein "geräumtes Eck". Vormals lagerten hier Steine.
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